Notarkosten und Grunderwerbsteuer beim Hausverkauf: Gesamtkosten erklärt
Inhaltsverzeichnis
Alle Nebenkosten beim Immobilienverkauf
| Kostenelement | % des Kaufpreises | € bei €400k Haus |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5%-6,5% | €14.000-€26.000 |
| Notargebühren | 1,0%-2,0% | €4.000-€8.000 |
| Maklergebühren | 3,57%-7,14% | €14.280-€28.560 |
| Grundbuchgebühren | 0,1%-0,2% | €400-€800 |
| TOTAL | 8-16% | €32.680-€63.360 |
Grunderwerbsteuer (wichtigste Kostenposition)
Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer auf den Grundstückserwerb. Sie variiert stark je Bundesland:
- Schleswig-Holstein: 5,0%
- Bayern, Hamburg: 3,5%
- Nordrhein-Westfalen: 6,5%
- Berlin: 6,5%
- Baden-Württemberg: 5,0%
Beispiel München: €400.000 Kaufpreis × 3,5% = €14.000 Grunderwerbsteuer
Notargebühren
Notargebühren sind nicht frei verhandelbar – sie sind bundesweit einheitlich festgelegt durch die Gebührenordnung für Notare (GNotKG).
Formel: Gebühr hängt vom Kaufpreis ab
- €400.000: ca. €1.200-€1.500 (ohne Vollmachten)
- €500.000: ca. €1.500-€1.800
- €800.000: ca. €2.200-€2.700
Checkliste: Kostenkalkulation vor Kauf
- ☐ Kaufpreis festlegen
- ☐ Grunderwerbsteuer für Bundesland berechnen
- ☐ Notargebühren mit Notar erfragen
- ☐ Maklergebühren verhandeln
- ☐ Gesamtnebenkosten addieren (8-16% des Kaufpreises)
- ☐ In Finanzierungsplanung einbeziehen
Tipp: Makler können oft einen Teil ihrer Provision erlassen oder reduzieren, wenn Sie schnell handeln.
Über den Autor
Rechtanwalt und Notar Dr. Peter Schmidt
Disclaimer: Dieser Artikel dient zu Informationszwecken. Für spezifische steuerliche oder rechtliche Fragen konsultieren Sie einen Fachmann.
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